CASE · 03

Einführung eines softwaregestützten Projekt- & Aufgabenmanagements

Von heterogenen Arbeitsweisen zu einem einheitlichen, softwaregestützten Projekt- und Aufgabenmanagement – mit harmonisierten End-to-End-Prozessen, strukturierter Toolauswahl und einem begleiteten Rollout für mehrere hundert Anwender.

~300 Endanwender
15 Stakeholder
6 beteiligte Bereiche
4 evaluierte Lösungen
6 Personen im Kernteam

Heterogene Projektarbeit trifft auf den Bedarf nach einem gemeinsamen Standard.

Die interne Projektarbeit einer großen Organisation war über mehrere Bereiche hinweg durch unterschiedliche Vorgehensweisen, Werkzeuge und individuelle Arbeitsweisen geprägt. Eine einheitliche softwaregestützte Projekt- und Aufgabensteuerung existierte nicht.

Mit der Einführung einer zentralen Standardsoftware sollten die bestehenden Arbeitsweisen harmonisiert und gleichzeitig mehr Transparenz über laufende Projektvorhaben geschaffen werden.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein die Einführung eines neuen Tools, sondern die Entwicklung gemeinsamer Prozesse für die zukünftige Projektarbeit. Insbesondere der Umgang mit Anforderungen, Aufgaben und Fehlern sollte standardisiert und anschließend konsequent durch die neue Software unterstützt werden.

Gleichzeitig galt es, bereits zukünftige Schnittstellen zu einem geplanten IT Service Management mitzudenken. Ziel war bewusst keine kundenspezifische Individualentwicklung, sondern die Auswahl und Einführung einer am Markt etablierten Standardlösung.

Standardisierung trifft auf gewachsene Arbeitsweisen.

Die eigentliche Herausforderung lag weniger in der reinen Softwareauswahl als in der organisatorischen Veränderung, die mit ihrer Einführung verbunden war.

Mehrere hundert zukünftige Anwender sollten ihre bisherigen Arbeitsweisen zugunsten gemeinsamer Prozesse und eines zentralen Systems verändern. Neben der fachlichen und technischen Konzeption wurde damit insbesondere die Akzeptanz der zukünftigen Lösung zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.

01

Unterschiedliche Werkzeuge und Vorgehensweisen mehrerer Bereiche in ein gemeinsames Projekt- und Aufgabenmanagement überführen.

02

Einheitliche End-to-End-Prozesse für Anforderungen, Aufgaben und Fehler entwickeln, obwohl zuvor keine übergreifenden Prozessstandards existierten.

03

Eine geeignete Standardsoftware anhand der tatsächlichen Anforderungen der Organisation auswählen und bewusst eine kundenspezifische Individualentwicklung vermeiden.

04

Unterschiedliche Projektkonstellationen und Abhängigkeiten in den Prozessen berücksichtigen, ohne die zukünftigen Arbeitsweisen unnötig komplex zu gestalten.

05

Die zukünftige Schnittstelle zwischen Projektarbeit und einem geplanten IT Service Management bereits im Prozessdesign berücksichtigen.

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Datenschutz und insbesondere die Interessen des Betriebsrats beim möglichen Tracking von Arbeits- und Aufgabeninformationen frühzeitig und transparent einbeziehen.

07

Mehrere hundert Anwender für neue Prozesse und ein neues Werkzeug gewinnen und vorhandenen Widerständen mit Kommunikation, Schulung und nachvollziehbaren Benefits begegnen.

Entscheidend war daher, die Einführung nicht als reines Softwareprojekt zu betrachten. Prozesse, Technologie und Veränderung mussten gemeinsam gestaltet werden, damit aus einem neuen Werkzeug tatsächlich ein gemeinsamer Standard für die Projektarbeit entstehen konnte.

Von der Projektsteuerung bis zum Prozessdesign.

Als Consultant und zeitweise Vertretung der Gesamtprojektleitung begleitete ich das Vorhaben über wesentliche Phasen hinweg – von der Anforderungserhebung und Toolauswahl über die Gestaltung der zukünftigen Geschäftsprozesse bis zur Einführung und Befähigung der Endanwender.

Einen besonderen Schwerpunkt meiner Tätigkeit bildete die federführende Entwicklung der zukünftigen End-to-End-Prozesse sowie deren Überführung in eine durch Jira unterstützte Arbeitsweise.

Projektsteuerung

Phasenweise Übernahme der Gesamtprojektleitung sowie Planung, Koordination und Steuerung zentraler Projektaktivitäten innerhalb eines sechsköpfigen Kernteams.

Requirements Engineering

Planung, Moderation und Nachbereitung von Workshops sowie strukturierte Erhebung, Priorisierung und Qualitätssicherung funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen in Form von User Stories.

Toolauswahl & Evaluation

Bewertung mehrerer Standardlösungen anhand der erhobenen Anforderungen, Mitentwicklung einer Bewertungsmatrix und intensive Erprobung des favorisierten Systems über eine Testinstanz.

Business Process Design

Federführende Entwicklung mehrstufiger BPMN-Prozesse für den zukünftigen Umgang mit Anforderungen, Aufgaben und Fehlern in unterschiedlichen Projektkontexten.

Implementierungsbegleitung

Qualitätssicherung der praktischen Umsetzung und kontinuierlicher Abgleich von Konfiguration und Implementierung mit den zuvor entwickelten Konzepten und Prozessmodellen.

Rollout & Enablement

Konzeption und Durchführung groß angelegter Informations- und Schulungsmaßnahmen sowie Mitgestaltung von Präsentationen, Handouts und weiteren Lernformaten für mehrere hundert Endanwender.

Von heterogenen Arbeitsweisen zum gemeinsamen digitalen Prozess.

01

Anforderungen verstehen

In mehreren Workshops wurden die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen der beteiligten Stakeholder erhoben. Die Ergebnisse wurden in Form von User Stories strukturiert, priorisiert und qualitätsgesichert und bildeten die Grundlage für die weitere Toolauswahl.

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Standardlösungen evaluieren

Auf Basis des Anforderungskatalogs wurden vier bis fünf am Markt verfügbare Lösungen betrachtet. Eine strukturierte Bewertungsmatrix schuf Vergleichbarkeit und unterstützte die Entscheidungsfindung. Der favorisierte Lösungsansatz wurde zusätzlich über eine eigene Testinstanz praktisch validiert.

03

End-to-End-Prozesse gestalten

Für die zentralen Objekttypen Anforderungen, Aufgaben und Fehler wurden zukünftige End-to-End-Prozesse nach BPMN entwickelt. Die Prozesse wurden iterativ mit Projektteam und Stakeholdern abgestimmt und über mehrere Detailebenen hinweg modelliert.

04

Projektarbeit und Service Management verbinden

Bereits im Prozessdesign wurde die zukünftige Schnittstelle zu einem geplanten IT Service Management berücksichtigt. Dadurch wurden Voraussetzungen geschaffen, Projekt- und Serviceprozesse perspektivisch konsistent miteinander zu verbinden.

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Implementierung absichern

Die technische Konfiguration und Implementierung wurde kontinuierlich gegen die erarbeiteten fachlichen Konzepte und Prozessmodelle geprüft. Abweichungen konnten dadurch frühzeitig erkannt und gemeinsam mit den umsetzenden Beteiligten adressiert werden.

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Rollout vorbereiten

Aufgrund der hohen Anzahl zukünftiger Anwender wurde die Einführung durch ein breit angelegtes Kommunikations- und Schulungskonzept vorbereitet. Neben großen Informationsveranstaltungen entstanden Präsentationen, Handouts und ein eigens produziertes Schulungsvideo.

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Anwender befähigen

Die Einführung wurde durch Veranstaltungen mit teilweise mehr als 50 Teilnehmenden begleitet. Neben der Bedienung des Systems standen insbesondere die neuen Prozesse und deren Nutzen im Mittelpunkt. Unterschiedliche Lernangebote ermöglichten es den Anwendern, sich abhängig vom individuellen Bedarf unterschiedlich tief mit der neuen Arbeitsweise auseinanderzusetzen.

Aus individuellen Arbeitsweisen wurde ein gemeinsamer Standard.

Mit der Einführung von Jira entstand nicht nur ein zentrales Werkzeug für die Projekt- und Aufgabensteuerung. Gleichzeitig wurden gemeinsame Prozesse etabliert und damit die Grundlage für eine bereichsübergreifend harmonisierte Projektarbeit geschaffen.

Projektarbeit harmonisiert

Unterschiedliche Werkzeuge und Vorgehensweisen wurden durch eine gemeinsame softwaregestützte Arbeitsweise ersetzt und damit stärker vereinheitlicht.

Prozesse standardisiert

Für Anforderungen, Aufgaben und Fehler wurden gemeinsame End-to-End-Prozesse geschaffen und unmittelbar in der neuen Lösung operationalisiert.

Transparenz erhöht

Projektbeteiligte konnten Fortschritte, Aufgaben und Projektinformationen zentral erfassen sowie über individuelle Dashboards und Reportings transparent auswerten.

Standardsoftware etabliert

Durch die strukturierte Evaluation mehrerer Marktangebote konnte eine geeignete Standardlösung ausgewählt und die Entstehung einer individuellen Sonderlösung vermieden werden.

Service Management vorbereitet

Die zukünftige Verbindung zwischen Projektarbeit und IT Service Management wurde bereits im Prozessdesign berücksichtigt und entsprechende Voraussetzungen geschaffen.

Anwender erfolgreich befähigt

Ein breit angelegtes Schulungs- und Kommunikationskonzept unterstützte mehrere hundert Anwender beim Übergang auf die neuen Prozesse und das neue System und half dabei, anfängliche Akzeptanzbarrieren zu reduzieren.

Mit dem Vorhaben wurde die Grundlage für eine einheitlichere und transparentere Projektarbeit über mehrere Bereiche hinweg geschaffen. Die Kombination aus standardisierten Prozessen, zentraler Softwareunterstützung und einem breit angelegten Enablement-Ansatz sorgte dafür, dass die Veränderung nicht bei der technischen Einführung eines softwaregestützten Projekt- und Aufgabenmanagement endete, sondern in die tatsächlichen Arbeitsweisen der Anwender überführt werden konnte.

Lassen Sie uns Transformation gestalten

Lassen Sie uns über Ihr Vorhaben, Ihre Herausforderung und mögliche nächste Schritte sprechen.