CASE · 01

Einführung eines cloudbasierten Planungssystems

Von der strukturierten Anforderungsaufnahme über Markterkundung und Solution Design bis zur Vorbereitung der EU-weiten Ausschreibung, der Spezifikation und des späteren Testmanagements.

18 Monate Projektbeauftragung
5.000 zukünftige Anwender
50 Stakeholder
5 Fachbereiche
1,5 Mio. € Ausschreibungsvolumen

Eine neue Systemlösung für die Programmplanung.

Der Kunde plante die Einführung eines neuen cloudbasierten Programmplanungssystems, das eine bestehende Lösung ablösen und zukünftig zentrale Planungsprozesse unterstützen sollte.

Mit dem System werden redaktionelle Beiträge und Inhalte für spätere Ausspielungen detailliert geplant. Neben fachlichen Informationen werden dabei auch technische Metadaten und Indikatoren für angebundenen Drittsysteme verarbeitet.

Die bestehende Lösung war zunehmend schwer zu warten und weiterzuentwickeln, da entsprechendes Know-how und Entwicklerkapazitäten nur noch eingeschränkt verfügbar waren.

Gleichzeitig sollte das neue System einen deutlichen funktionalen Mehrwert für die redaktionelle Planung bieten, die bestehende Schnittstellenlandschaft stärker harmonisieren und erstmals als SaaS-Lösung betrieben werden.

Ein Start auf der grünen Wiese.

Zu Projektbeginn existierte kein konsolidierter Anforderungskatalog. Auch wesentliche Prozesse rund um das bestehende System waren kaum dokumentiert. Gleichzeitig mussten die Interessen zahlreicher Stakeholder, Fachbereiche und technischer Systeme miteinander in Einklang gebracht werden.

Besonders anspruchsvoll war dabei, dass die neue Lösung nicht isoliert betrachtet werden konnte. Das Programmplanungssystem besitzt zahlreiche Schnittstellen zu Drittsystemen und ist eng mit organisatorischen und redaktionellen Prozessen verbunden.

01

Unterschiedliche Interessen und Anforderungen von rund 50 Stakeholdern aus fünf Fachbereichen zusammenführen.

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Bestehende, teilweise undokumentierte Prozesse transparent machen und als Grundlage für die Anforderungsaufnahme nutzen.

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Funktionale und nicht-funktionale Anforderungen auf einer „grünen Wiese“ entwickeln und konsistent strukturieren.

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Auswirkungen auf bestehende Drittsysteme und Schnittstellen bei fachlichen und technischen Änderungen berücksichtigen.

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Die Anforderungen einer SaaS-Lösung inklusive Netzwerk, Datenschutz, IT-Security und Cloud-Governance frühzeitig mitdenken.

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Anforderungen so präzisieren, dass sie als belastbare Grundlage für eine EU-weite Ausschreibung dienen konnten.

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Bereits während der Anforderungsaufnahme die spätere Ableitung von Akzeptanzkriterien und testbaren Ergebnissen sicherstellen.

Die Kombination aus Anforderungsmanagement, Solution Design, Ausschreibung, Cloud und organisatorischer Veränderung machte das Vorhaben besonders anspruchsvoll.

Business & IT verbinden.

Ich übernahm im fünfköpfigen Projektkernteam die federführende Verantwortung für das Anforderungsmanagement und dessen methodische Ausgestaltung.

Dabei war meine Rolle bewusst nicht auf die reine Aufnahme von Anforderungen beschränkt. Ich fungierte als Bindeglied zwischen Fachbereichen, IT, Einkauf und potenziellen Softwareanbietern und war gleichzeitig technischer Sparringspartner für das Solution Design.

Anforderungsmanagement

Vorbereitung und Begleitung der Workshops, Strukturierung der Anforderungen, User Stories, Qualitätssicherung und Bewertung.

Ausschreibung

Mitarbeit bei der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen, insbesondere beim Leistungsverzeichnis und bei den Bewertungsmatrizen.

Markterkundung

Strukturierung und Durchführung der Markterkundung auf Basis der wesentlichen MUSS-Anforderungen und Rahmenbedingungen des Kunden.

Solution Design

Sparringspartner des Kernteams für das Zielbild und die Einordnung der zukünftigen Lösung in die bestehende System- und Schnittstellenlandschaft.

Akzeptanz & Backlog

Migration der Anforderungen in ein digitales Backlog sowie Definition und Abstimmung der späteren Akzeptanzkriterien.

Testmanagement

Entwicklung, Implementierung und Kundenschulung eines schlanken Testmanagements auf Basis von JIRA und TestLink.

Vom ersten Anforderungsbild bis zur belastbaren Umsetzung.

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Markt erkunden

Auf Basis der wichtigsten MUSS-Anforderungen wurde zunächst eine strukturierte Markterkundung mit rund drei relevanten Anbietern durchgeführt. Dadurch konnte frühzeitig geprüft werden, welche Anforderungen am Markt tatsächlich abbildbar waren und welche Marktteilnehmer grundsätzlich für das spätere Vergabeverfahren infrage kamen.

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Prozesse und Anforderungen aufnehmen

In den geplanten Workshops mit den beteiligten Fachbereichen wurden bestehende Arbeitsprozesse transparent gemacht und daraus die Anforderungen an die zukünftige Lösung entwickelt. Da zu Beginn kein konsolidierter Anforderungskatalog vorhanden war, entstand dieser schrittweise aus dem gemeinsamen Verständnis der Beteiligten.

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Anforderungen qualifizieren

Die aufgenommenen Anforderungen wurden strukturiert, bewertet und qualitätsgesichert. Dabei wurden Widersprüche aufgelöst, Abhängigkeiten zu Drittsystemen berücksichtigt und fachliche sowie technische Anforderungen miteinander in Einklang gebracht.

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Ausschreibung vorbereiten

Der qualifizierte Anforderungskatalog wurde in die erforderlichen Ausschreibungsunterlagen überführt. Insbesondere das Leistungsverzeichnis wurde so strukturiert, dass die Anforderungen im Rahmen des EU-weiten Vergabeverfahrens eindeutig bewertet werden konnten.

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Vom Requirement zum Akzeptanzkriterium

Nach Auswahl des passenden Anbieters wurden die Anforderungen in ein digitales Backlog überführt und weiter spezifiziert. Gemeinsam mit dem Anbieter wurden daraus konkrete Akzeptanzkriterien entwickelt. Damit waren Leistungsumfang und Erwartungshaltung auf beiden Seiten klar definiert.

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Traceability und Testmanagement etablieren

Auf Basis der erarbeiteten Akzeptanzkriterien wurde ein schlankes Testmanagement mit JIRA und TestLink aufgebaut. Dadurch konnte der Prozess von der ursprünglichen Anforderung bis zur späteren Prüfung der umgesetzten Funktionalitäten in er neuen Software durchgängig nachvollziehbar & transparent gestaltet werden.

Eine belastbare Grundlage für Beschaffung und Umsetzung.

Am Ende des Projekts stand nicht nur eine vorbereitete Ausschreibung, sondern ein deutlich höherer Reifegrad des gesamten Vorhabens.

Belastbarer Anforderungskatalog

Ein mit den relevanten Fachbereichen abgestimmter und qualitätsgesicherter Anforderungskatalog bildete die Grundlage für Ausschreibung und spätere Umsetzung.

Klares Zielbild

Die beteiligten Stakeholder hatten ein gemeinsames Verständnis davon, was das zukünftige System leisten und wie es in die bestehende Systemlandschaft integriert werden sollte. Dabei wurde vor allen Dingen auch die Grundlage für eine Standardisierung und Harmonisierung der teilweise proprietären Schnittstellenanbindungen zu den Drittsystemen geschaffen.

End-to-End Traceability

Durch die Verbindung von Anforderungen, digitalem Backlog, Akzeptanzkriterien und Testmanagement wurde die Nachvollziehbarkeit über den gesamten Prozess sichergestellt.

Cloud-Kompetenz aufgebaut

Als eines der ersten größeren produktiven SaaS-Vorhaben wurden wichtige Fragen rund um Cloud-Governance, Security, Datenschutz und Betrieb frühzeitig sichtbar und adressiert.

Prozesse transparent gemacht

Die zuvor teilweise kaum dokumentierten Arbeitsabläufe wurden im Rahmen der Anforderungsaufnahme sichtbar gemacht und ihre Abhängigkeiten strukturiert betrachtet.

Markt realistisch bewertet

Die vorangestellte Markterkundung mit drei Anbietern schuf frühzeitig ein realistisches Bild des Lösungsraums und half, Anforderungen hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit einzuordnen.

Darüber hinaus entstand im Projekt ein methodisches Vorgehen, das auf Kundenseite auch als Blaupause für vergleichbare Vorhaben dienen konnte. Insbesondere die durchgängige Betrachtung von Anforderungsmanagement, Akzeptanz und Test sowie die frühe Auseinandersetzung mit den organisatorischen Voraussetzungen einer SaaS-Lösung waren für den Kunden nachhaltig wertvoll.

Lassen Sie uns Transformation gestalten

Lassen Sie uns über Ihr Vorhaben, Ihre Herausforderung und mögliche nächste Schritte sprechen.